kurs nr. 6-13
Ressourcenorientierter Umgang mit Belastungen
Inhalt
Ein ressourcen- und lösungsorientierter Umgang mit Alltagsbelastungen erlaubt es TraumapatientInnen, Grundstrukturen zu entwickeln und zu etablieren, die für die Verarbeitung und Integration traumatischer Erfahrungen benötigt werden. Hierzu gehören insbesondere die Fähigkeiten, starke Affekte zu regulieren, eine beobachtende Distanz zu belastenden Erfahrungen zu entwickeln und diese nachträglich in eine "Geschichte mit positivem Ausgang" zu verwandeln.
Anhand eigener Alltagsbelastungen wird in diesem Seminar erprobt, in welcher Weise sich der Einsatz bildnerischer Gestaltungen als sinnvoll und hilfreich erweisen kann.
Den traumatherapeutischen Hintergrund bilden u.a. Überlegungen und Vorgehensweisen aus der Psychodynamisch-imaginativen Traumatherapie nach L.Reddemann, aus der Prozessarbeit von M.Huber und dem EMDR nach F. Shapiro.

Empfohlene Literatur:
Huber, M: Wege der Traumabehandlung. Junfermann Verlag, Paderborn 2012
Lücke, S: Kunstpsychotherapie im Prozess der Traumaheilung. In Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
24.–25.11.2017 (Fr 14–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
270 € (inkl. Material)

Leitung
Susanne Lücke

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



kurs nr. 6-23
Kunsttherapie im Spannungsfeld zwischen Trauma und Sucht
Inhalt
"Je mehr ich konsumiere, desto weniger fühle ich"
Posttraumatische Symptome bei gleichzeitigem Substanzmissbrauch sind weit verbreitet, insbesondere bei Frauen. Alkohol, Tabletten und andere Drogen werden von Menschen mit traumatischen Erfahrungen zunächst als Selbstmedikation eingesetzt. Eine mögliche Abhängigkeit beginnt oft schleichend.
Vor dem Hintergrund neurowissenschaftlicher Erkenntnisse und trauma- und suchtspezifischer Erfahrungen liegt der Schwerpunkt in diesem Seminar auf der Auswirkung traumatischer Erfahrungen, der Wirkung abhängig machender Substanzen und dem Zusammenhang zwischen beiden Problemfeldern.
Durch den Prozess des bildnerischen Gestaltens werden im kunsttherapeutischen Setting Aspekte beider Problemfelder sichtbar und fordern die KunsttherapeutIn zu einem bewussten und unterstützendem Umgang damit heraus.
In achtsamer ressourcenorientierter Atmosphäre werden kunsttherapeutische Methoden - tiefenpsychologisch und verhaltenstherapeutisch orientiert - vorgestellt und erprobt, die es den TeilnehmerInnen ermöglichen, sich im Spannungsfeld zwischen Trauma und Sucht sicher zu bewegen.

Empfohlene Literatur:
Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Schäfer, I: Trauma und Sucht - Konzepte, Diagnostik, Behandlung. Pfeiffer bei Klett-Cotta, 2006
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
26.–27.10.2018 (Fr 14–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
270 € (inkl. Material)

Leitung
Gabriele Gessler

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



kurs nr. 6-33
TraumapatientInnen in der kunsttherapeutischen Gruppe
Inhalt
In diesem Seminar sollen kunsttherapeutische Übungen, Anregungen und Themen erprobt werden, die TraumapatientInnen eine systematische Ich-Stärkung, den Kontakt zu Ressourcen, das Erlernen von Selbstmanagement im Umgang mit Belastungen, so wie das Entwickeln von Selbstschutz und Selbstfürsorge innerhalb der kunsttherapeutischen Gruppe ermöglichen.
Es sollen Rahmenbedingungen für die kunsttherapeutische Gruppenarbeit erörtert werden, die es TraumapatientInnen erleichtern, die kunsttherapeutische Gruppe selbst als Ressource, d.h. in ihren inspirierenden, nährenden, erweiternden und korrigierenden Aspekten, zu nutzen. Die Möglichkeiten und Grenzen der kunsttherapeutischen Gruppenarbeit sollen unter Berücksichtigung der spezifischen Schwierigkeiten in der Arbeit mit homogenen und mit gemischten PatientInnengruppen, so wie in ihrem Bezug zum jeweiligen institutionellen Rahmen ausgelotet werden.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
16.–17.11.2018 (Fr 14–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
270 € (inkl. Material)

Leitung
Susanne Lücke

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



kurs nr. 6-43
Kunsttherapeutische Arbeit mit Jüngeren Ichs: Das innere Haus
Inhalt
Die therapeutische Arbeit mit Jüngeren Ichs bewährt sich seit vielen Jahren in der Behandlung von komplexen Traumafolgestörungen, stellt darüber hinaus aber auch allgemein innerhalb von therapeutischen Prozessen eine kreative und effektive Methode dar, neue Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln und zu einem inneren Gleichgewicht (zurück-)zu finden.
Im Prozess des bildnerischen Gestaltens eines "Inneren Hauses" lernt die KlientIn die "BewohnerInnen" ihres Innensystem mit ihren Ressourcen, ihren individuellen Bedürfnissen und Eigenheiten, aber auch mit ihren Schwierigkeiten und Nöten kennen. Mit der Etablierung voneinander abgegrenzter Räume für verschiedene Anteile und für alle verbindliche "Hausregeln" entsteht ein lösungs- und zukunftsorientierter imaginativer Raum, der allen Anteilen Respekt und Wertschätzung entgegenbringt, Schutz gewährt, Orientierung vermittelt, innere Kommunikation und Cooperation ermöglicht und Zusammenhalt fördert. Im Zentrum stehen die Stärkung kompetenter erwachsener Anteile, das liebevolle Versorgen verletzter jüngerer Ichs, so wie die Integration dysfunktionaler Anteile.
In diesem Seminar wird ein jeweils eigenes "Inneres Haus" mit den TeilnehmerInnen erarbeitet und sowohl in Bezug auf die persönliche Bedeutung, als auch auf die Anwendung im eigenen Arbeitsfeld reflektiert. Es fließen Ideen und Vorgehensweisen aus der Ego-State-Therapie (Watkins und Watkins), der systemischen Arbeit mit der inneren Familie (Schwartz) und der Arbeit mit jüngeren Ichs (Reddemann), so wie die Erfahrungen aus der kunstpsychotherapeutischen Arbeit mit den Innensystemen komplex traumatisierter Menschen ein.

Empfohlene Literatur:
Lücke, S: Kunstpsychotherapie im Prozess der Traumaheilung. In Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
07.–08.12.2018 (Fr 14–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
270 € (inkl. Material)

Leitung
Susanne Lücke

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



kurs nr. 6-53
Versöhnung mit dem Körper
Inhalt
"Ein Trauma löst ein Gefühl der Ohnmacht und des Kontrollverlustes aus. Für die Genesung ist es daher entscheidend, dass Überlebende ihr Gefühl der Stärke und Kontrolle wiedererlangen." (Judith Herman)
Überlebende fühlen sich nach einem Trauma vom eigenen Körper verraten, weil dieser es nicht geschafft hat, sie in Sicherheit zu bringen. Wie kann es gelingen, diesen Körper, der das Zentrum von so viel Schmerz ist, zu nähren und für ihn zu sorgen?
In diesem Seminar sollen die TeilnehmerInnen eigene Erfahrungen mit Imaginationen, kunsttherapeu-
tischen Übungen und leicht erlernbaren Übungen aus dem ,Traumasensiblen Yoga' (nach B. A. van der Kolk) sammeln, die dazu beitragen, das Vertrauen in den eigenen Körper zurück zu gewinnen und sich diesem fürsorglich zuzuwenden. Sowohl im Prozess des Gestaltens als auch im Praktizieren der Körperübungen, geht es darum, den eigenen Körper achtsam wahrzunehmen, sich darüber klar zu werden, was sich angenehm anfühlt und was nicht, angemessene Entscheidungen zu treffen und entsprechend zu handeln.

Die Körperübungen werden in bequemer Alltagskleidung geübt. Bitte flache Schuhe oder Stoppersocken mitbringen.

Empfohlene Literatur:
Emerson, D und Hopper, E: Trauma-Yoga. Probst-Verlag, Lichtenau 2014
Lücke, S: Kunstpsychotherapie im Prozess der Traumaheilung. In Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Reddemann, L: Imagination als heilsame Kraft. Klett-Cotta, Stuttgart 2016
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
25.–26.01.2019 (Fr 14–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
270 € (inkl. Material)

Leitung
Susanne Lücke

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



b i k - Bielefelder Institut für Kunsttherapie