curriculum 4-03     N E U !
Kunsttherapeutische Methoden in der Traumaberatung und Traumatherapie
Inhalt
Der Einsatz kunsttherapeutischer Methoden stellt eine wichtige Möglichkeit zur Aktivierung von Ressourcen, zur Modifizierung traumabedingter Erlebnisweisen und zur Verarbeitung und Integration traumatischer Erfahrungen dar.
Dieses Curriculum richtet sich an BeraterInnen und TherapeutInnen, die bereits über theoretische und praktische Grundlagen im Bereich der Psychotraumatologie / Traumatherapie verfügen. Es werden explizit Übungen und Interventionen aus der Traumzentrierten Kunstpsychotherapie vermittelt und in Selbsterfahrung erprobt, die sich in der Begleitung von Menschen mit Traumafolgestörungen bewährt haben. Die TeilnehmerInnen werden in die Lage versetzt, innerhalb von Beratungsgesprächen und Gesprächstherapien bildnerische Prozesse dem spezifischen Störungsbild entsprechend sinnvoll und kompetent zu begleiten.
Den traumatherapeutischen Hintergrund bilden unter anderem Überlegungen und Vorgehensweisen aus der Traumazentrierten Kunstpsychotherapie (Lücke), der Psychodynamisch-Imaginativen Traumatherapie (PITT nach Reddemann), der Prozessarbeit nach M. Huber und der EMDR-Methode (nach Shapiro).

Das Curriculum umfasst 3 Module (insgesamt 48 UE) und beinhaltet kunsttherapeutische Übungen und Interventionen mit folgenden Schwerpunkten:
Modul 1 Stabilisierung
Stressregulation und Selbstberuhigung
Ressourcenaktivierung, -vertiefung und -verankerung
Affektdifferenzierung, Affektregulation, Impulskontrolle
Stärkung von Selbstwirksamkeit und Kontrolle
Entwicklung von Selbstschutz und Selbstfürsorge
Bildnerisches Arbeiten an Ich-stärkenden Imaginationen
27.–28.04.2018
Modul 2 Ressourcenorientierter Umgang mit Belastungen
Regulieren von Intrusionen
Pendeln zwischen Belastung und Ressource
Distanzierung und Containment von Belastungen
Umgestaltung von Belastungen in eine Geschichte mit positivem Ausgang
Focussieren und Begrenzen von Belastungen
Bildnerische Gestaltungen innerhalb der Traumaexposition
01.–02.06.2018
Modul 3 Arbeit mit Persönlichkeitsanteilen
Kontaktaufnahme zu Persönlichkeitsanteilen
Strukturierung und Orientierung des Innensystems
Entwicklung von Co-Bewusstsein
Entwickeln zukunfts- und lösungsorientierter Systembilder
Entwicklung innerer Kommunikation und Kooperation
Verwandlung und Integration von Persönlichkeitsanteilen
17.–18.08.2018

Der Einsatz des Gelernten ist abhängig von den fachlichen und rechtlichen Möglichkeiten, die sich aus der Grundqualifikation und dem jeweiligen Arbeitsfeld der TeilnehmerIn ergeben. Berufserfahrung in der psychosozialen Beratung und /oder in der Psychotherapie, sowie eine zertifizierte Weiterbildung im Bereich Traumaberatung oder Traumatherapie sind Voraussetzung für die Teilnahme.
Versäumte Seminare können nur kostenpflichtig nachgeholt werden. Einzelne Module können nur nach persönlicher Rücksprache gebucht werden, wenn es noch freie Seminarplätze gibt.

Die Zertifizierung wird bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe beantragt.

Empfohlene Literatur: Lücke, S (2016): Kunstpsychotherapie im Prozess der Traumaheilung, in: Reddemann, L (2016): Imagination als heilsame Kraft, Stuttgart, Pfeiffer

Gesamtcurriculum
Beginn
27.04.2018

Umfang
3 Seminare (48 UE)

Seminarzeit
Fr 14–21 h, Sa 10–18 h

Gebühr
870 € (290 € pro Seminar, inkl. Material)

Leitung
Susanne Lücke

Wissenschaftl. Begleitung
Dr. med. Agnes Balten

Veranstaltungsort
bik Huchzermeierstraße 10, 33611 Bielefeld



b i k - Bielefelder Institut für Kunsttherapie