kurs 4-71 Seminar aus dem Jahresprogramm 2016, für das Sie sich noch anmelden können
Göttinnenqualitäten
Arbeit mit weiblichen Archetypen in der Kunsttherapie
Inhalt
Archetypen sind kulturell tief -und oftmals unbewusst- im seelischen Empfinden verankert (C.G.Jung und E.Neumann) und stellen ein inneres, sinngebendes Bezugssystem dar.
In diesem Seminar wird eine Auswahl von weiblichen Archetypen aus der griechischen Mythologie vorgestellt und aus dem Blickwinkel von universellen Ressourcen genauer beleuchtet. Im therapeutischen Kontext fördert der Kontakt mit den Archetypen eine nährende und stützende Haltung im Sinne der Salutogenese, sowohl für das Klientel als auch für die Therapeutin/Beraterin.
Das Seminar ist tiefenpsychologisch ausgerichtet. Mittels Imaginationen, kontemplativer Erforschung und dem gestalterischen Prozess werden die jeweiligen Archetypen beleuchtet und geankert. Die Methodik zur Archetypen-Arbeit und deren Vertiefung werden im Laufe des Seminars vermittelt.

Literaturempfehlung: "Die Göttin in jeder Frau" Jean Shinoda Bolen.
Umfang
1 Seminar (20 UE)

Termine
25.–27.11.2016, Fr + Sa 10–18 h, So 10–13 h

Gebühr
325 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 4-12
HeldInnenreise
Inhalt
Von jeher haben Mythen, Märchen und Legenden eine große Faszination auf die Menschen. Mit ihrer über die Jahrtausende überlieferten Bildsprache berühren sie die Seelenebene und sprechen die Zuhörenden in ihrem Kern an.
Dieses Seminar wendet sich der "HeldInnenreise" zu - einem Thema zahlreicher Mythen. Die HeldInnenreise ist eine Metapher für einen schöpferischen Prozess in Form einer Abenteuerreise. Sie verfolgt das Ziel, die Protagonistin bzw. den Protagonisten durch eine tiefe innere Erfahrung zu führen, so dass diese/ dieser mit neu gewonnener Erkenntnis in das Leben zurückkehren kann. Die Heldin/ der Held ist ein Sinn-Bild der inneren Kraft, und die Reise ist ein symbolischer Einweihungsweg in ein Reich neuer Möglichkeiten.
Welches sind die Ressourcen, Herausforderungen und Durchbrüche im Laufe dieses Weges? Die Struktur und die typischen Stationen von HeldInnenreisen werden beleuchtet, unter Ressourcenblick und durch Übungen erfahrbar gemacht.
Diese Arbeit unterstützt bei Herausforderungen im Leben (Sinnsuche, Krisen, Übergänge) mittels ihrer integrierenden Symbolik.
Das Seminar vermittelt erfahrbar die Methodik der HeldInnenreise.

Literarturempfehlung: "Neue Helden braucht das Land", Franz Mittermair
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termine
10.–11.03.2017 (Fr-Sa 10-18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 4-22
Innere-Kind-Arbeit in der Kunsttherapie
Inhalt
Es gibt vielfältige Gründe, weshalb der Kontakt zu den inneren Bedürfnissen und Emotionen abbrechen kann. In den entsprechenden Lebenssituationen sind es jedoch immer notwendige erlernte Schutz- oder Überlebensstrategien. Oftmals dominiert dann eine kognitiv geprägte Haltung die Bedürfnisse und Emotionen. Übermäßige Kontrolle, Verlustangst und Kontrollverlust, auch die gänzliche Abwesenheit von Gefühlen oder die Kompensation durch eine Suchterkrankung sind die Folge.
Mittels einer ressourcenorientierten Haltung und verschiedenen Stationen der "Inneren-Kind-Arbeit" werden in diesem Seminar Schritte aufgezeigt, wie im kunsttherapeutischen Setting der Kontakt zu den basalen Emotionen und Bedürfnissen wieder hergestellt werden kann. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Durchführung imaginativer und kunsttherapeutischer Übungen. Ein Bezug zu den frühen Entwicklungsphasen, psychosomatischen Erkrankungen (wie z.B. Suchterkrankungen) und dem Einsatz in diesem Bereich wird dargestellt.

Literaturempfehlung:
Bradshaw, John: Das Kind in uns. Knaur MensSana, München 2000.
Herbold, W. u. Sachsse. U.: Das so genannte Innere Kind. Schattauer, Stuttgart 2007-2012
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
21.–22.04. + 09.–10.06.2017
(jeweils Fr 18–21 h + Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld



kurs 4-32
Land-Art als ressourcenorientierte kunsttherapeutische Methode
Inhalt
Die intensive Begegnung des Menschen mit der Natur, die Verbindung mit dem beseelten Objekt (s. D. Winnicott) und der kraftvollen Symbolik der Formen kann eine zutiefst heilende und tröstende Wirkung haben.
Den Teilnehmenden wird ein Konzept vermittelt, wie sie diesen Dialog mit der Natur anregen und lenken können, um die PatientInnen/KlientInnen mit ihren eigenen nährenden und stärkenden Ressourcen in Kontakt zu bringen.
Land-Art verbindet Erfahrung, Erkundung und Gestaltung in der Natur. Es wird allein mit den Materialien gearbeitet, die dort zu finden sind. Die Gestaltungen verbleiben danach am Fundort. Im Vordergrund steht aber nicht das Errichten eines fertigen Kunstwerkes, sondern vielmehr der Versuch, die eigene Wahrnehmung für die vielfältigen Möglichkeiten, die die Natur bietet, zu sensibilisieren: "Was sehe ich, welche Resonanz ist in mir angesprochen? Welche Materialien bieten sich an, welche Eigenschaften haben sie? Wie entdecke ich besondere und inspirierende Orte? Wie kann ich meiner Resonanz zu einem bestimmten Ort in Form einer Installation Ausdruck verleihen? Wie kann es gelingen, den Dialog zwischen Naturerleben und Gestaltung in Gang zu bringen?
Dieses Seminar bietet sowohl die Vermittlung methodischer Inhalte, die Entwicklung einer ressourcenorientierten Haltung und Reflexion praxisrelevanter Fragen zum eigenen Arbeitsfeld, als auch eigene Erfahrung mit dieser Methode in der näheren Umgebung (urbaner Naturraum/Wald).
Diese Fortbildung eignet sich für KunsttherapeutInnen, ErgotherapeutInnen und BeraterInnen in psychosomatischen, psychiatrischen und psychosozialen Arbeitskontexten.

Literaturempfehlungen: "Andy Goldsworthy", Zweitausendeins. Kari Koller: "Landart, Landschaft, Körper", AT Verlag. Marc Pouyet: "Landart in der Stadt", AT Verlag.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
19.–20.05.2017 (Fr + Sa jeweils 10–18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Uta Oesterheld-Petry

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 4-42
Lösungsorientiertes Malen LOM®
Einführung in die Methode
Inhalt
Das Lösungsorientierte Malen, kurz LOM®, ist eine von Dr. phil. Bettina Egger und lic. phil. Jörg Merz entwickelte kunsttherapeutische Methode, in der es darum geht, durch das Malen belastende Erinnerungsbilder durch stärkende Bilder im Gehirn zu ersetzen. Die Methode stützt sich dabei auf Erkenntnisse der Neurowissenschaften und den lösungsorientierten Ansatz in der Psychotherapie.
Mithilfe des LOM® können die verschiedensten Anliegen bearbeitet werden: Trauma, Beziehungskonflikte, Körper-Symptome, Entscheidungsprozesse, Perspektivenwechsel, Erarbeiten neuer Fähigkeiten.
Im LOM® werden diese Themen vor allem mithilfe von speziellen Bildaufgaben malend bearbeitet. Das Malen ermöglicht - im Tätig-Sein - durch das Verändern von belastenden Erinnerungsbildern eine neue Grundlage zur Ausrichtung für eine lebenswerte Perspektive zu schaffen. Die Wirksamkeit der Methode ist erprobt und wissenschaftlich belegt.
Die Fortbildung dient dem Kennenlernen dieser insgesamt komplexen Methode. Die Teilnehmenden werden praktisch an selbst gewählten Anliegen arbeiten und dabei die methodische Vorgehensweise sowie die Wirkungsweise der Bilder individuell erleben und in der Gruppe reflektieren.

Literatur: Bettina Egger, Jörg Merz: Lösungsorientierte Maltherapie - Wie Bilder Emotionen steuern,
Verlag Hans Huber, Bern 2013.
Weitere Informationen zum LOM unter: www.lom-malen.ch
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
22.–23.09. + 10.–11.11.2017,
jeweils Fr 17–20 h + Sa 10–18 h

Gebühr
390 €

Leitung
Barbara Daiber

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld



kurs 4-52
Das therapeutische Herz einstimmen
Konzepte und Übungen zur Selbstfürsorge mittels kunsttherapeutischer Methodik
Inhalt
Das Herz der Therapeutin / des Therapeuten sollte im Prozess mit den eigenen KlientInnen/ PatienInnen idealerweise wach und präsent sein, ein feinfühlendes Organ für das Gegenüber. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass KlientInnen/ PatientInnen Vertrauen zur Therapeutin/ zum Therapeuten fassen können, wodurch das Vertrauen in den eigenen therapeutischen Prozess wachsen kann. So lehren es die Erkenntnisse der Neurobiologie und der Bindungstheorien. TherapeutInnen/ BeraterInnen sind aus diesem Grund immer wieder herausgefordert, das eigene Herz als inneres Instrument des Empfindens und als Resonanzraum mit den PatientInnen/ KlientInnen auszuloten und einzustimmen.
Wie kann dieses Öffnen gelingen, ohne dass das eigene Herz überfordert wird, ohne dass die Schwere mancher therapeutischer Prozesse mit in den Feierabend genommen wird?
Verschiedene Konzepte der therapeutischen Selbstfürsorge werden vorgestellt: z.B. aus der Bindungstheorie, der Neurobiologie und auch aus dem Buddhismus.
Es wird u.a. mit Imaginationen und dem gestalterischen Prozess gearbeitet. Die vorgestellten Übungen lassen sich gut in die eigene therapeutische Arbeit mit den KlientInnen/ PatientInnen übertragen.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
06.–07.10.2017 (Fr + Sa jeweils 10-18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 4-62
Kunsttherapie in der Begleitung von Trauerprozessen
(incl. Trostholz-Arbeit)
Inhalt
Trauer ist eine ganz normale Reaktion der Bewältigung nach einer erlebte schweren Erschütterung bzw. einem Verlust im Leben. Trauergeschehen kann sehr komplex sein und verschiedenen Dimensionen des Lebens gleichzeitig betreffen: die leibliche, die soziale und / oder die seelische Ebene. Und nicht bewältigte, unterdrückte Trauer kann verhindern, wieder in vollen Zügen am Leben teilzunehmen.
In der kunsttherapeutischen Begleitung von Menschen mit Trauererleben geht es darum, die Gefühle und Reaktionen erlebbar werden zu lassen, einen wertschätzenden Umgang mit dem Erlebten zu finden und letztendlich auch um die Frage, wie das Erlebte sinnstiftend in das eigene weitere Leben integriert werden kann.
Inhalte dieser Fortbildung sind: Modelle aus der Trauerbegleitung, KT in der Hospiz-Arbeit, Abschied und Trauern als bewusste Aufgabe, Abschied und Tod als Übergangsprozess, kunsttherapeutische Übungen auf dem Hintergrund einer ressourcenorientierten Grundhaltung, Selbstfürsorge für TherapeutInnen.
(Leitung: Ulrike Grosse)

An einem weiteren Tag wird die Methode der
Trost-Holz-Arbeit
anwendungsbezogen vorgestellt:
Die Idee, Stelen oder Bretter für rituelle und heilende Zwecke zu gestalten, ist uralt und in vielen Kulturen zu finden, wie beispielsweise die Totemfiguren in der afrikanischen und indianischen Tradition oder auch die Toten-Bretter aus dem süddeutschen Raum. Daraus entstanden sind in neuerer Zeit die sog. Seelenbretter (von B. Tolak), die mittlerweile im Rahmen der Hospiz-Arbeit und Trauerbegleitung einen Platz gefunden haben.
Das Trost-Holz knüpft an diese Tradition an. Die Herstellung bzw. Gestaltung dient der eigenen Situationsbewältigung und im Sinne einer aktiven Trauerbewältigung fließen Gefühle, Hoffnungen, Wünsche in die Gestaltung ein. Es kann aber auch Erinnerung und Gedenktafel für die Verstorbenen sein, ein Mittler zwischen Leben und Tod.
Für die Gestaltung eines eigenen Trost-Holzes sind die Teilnehmenden eingeladen, ein Bild/Foto oder einen Gegenstand mitzubringen, das/ der eine persönliche Bedeutung hat in Bezug auf Abschied nehmen, Verlust oder Trauer. Inhalte des Seminars: kulturhistorischer Hintergrund, theoretische und praktische Grundlagen, Materialkunde und die Anwendungsmöglichkeiten im Kontext des persönlichen Arbeitsfeldes. (Leitung: Christiane Meinfelder-Bender)
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termin
03.–05.11.2017 (Fr-So jeweils 10-18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse und Christiane Meinfelder-Bender

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


b i k - Bielefelder Institut für Kunsttherapie