kurs 5-73 Seminar aus dem Jahresprogramm 2018, für das Sie sich noch anmelden können
Das Herz einstimmen mittels kunsttherapeutischer Methodik
Konzepte und Übungen zur Selbstfürsorge
Inhalt
Das Herz der Therapeutin / des Therapeuten sollte im Prozess mit den eigenen Klient*innen/ Patient*innen idealerweise wach und präsent sein, ein feinfühlendes Organ für das Gegenüber. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass Klient*innen/ Patient*innen Vertrauen zur Therapeutin/ zum Therapeuten fassen können, wodurch das Vertrauen in den eigenen therapeutischen Prozess wachsen kann. So lehren es die Erkenntnisse der Neurobiologie und der Bindungstheorien. Therapeut*innen/ Berater*innen sind aus diesem Grund immer wieder herausgefordert, das eigene Herz als inneres Instrument des Empfindens und als Resonanzraum mit den Patient*innen/ Klient*innen auszuloten und einzustimmen.
Wie kann dieses Öffnen gelingen, ohne dass das eigene Herz überfordert wird, ohne dass die Schwere mancher therapeutischer Prozesse mit in den Feierabend genommen wird?
Verschiedene Konzepte der therapeutischen Selbstfürsorge werden vorgestellt: z.B. aus der Bindungstheorie, der Neurobiologie und auch aus dem Buddhismus.
Es wird u.a. mit Imaginationen und dem gestalterischen Prozess gearbeitet. Die vorgestellten Übungen lassen sich gut in die eigene therapeutische Arbeit mit den Klient*innen/ Patient*innen übertragen.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
30.11.–01.12.2018 (Fr–Sa 10-18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-14
Göttinnenqualitäten
Arbeit mit weiblichen Archetypen in der Kunsttherapie
Inhalt
Archetypen sind kulturell tief -und oftmals unbewusst- im seelischen Empfinden verankert (C.G.Jung und E.Neumann) und stellen ein inneres, sinngebendes Bezugssystem dar.
In diesem Seminar wird eine Auswahl von weiblichen Archetypen aus der griechischen Mythologie vorgestellt und aus dem Blickwinkel von universellen Ressourcen genauer beleuchtet. Im therapeutischen Kontext fördert der Kontakt mit den Archetypen eine nährende und stützende Haltung im Sinne der Salutogenese, sowohl für das Klientel als auch für die Therapeut*in/Berater*in.
Das Seminar ist tiefenpsychologisch ausgerichtet. Mittels Imaginationen, kontemplativer Erforschung und dem gestalterischen Prozess werden die jeweiligen Archetypen beleuchtet und geankert. Die Methodik zur Archetypen-Arbeit und deren Vertiefung werden im Laufe des Seminars vermittelt.

Literaturempfehlung: "Die Göttin in jeder Frau" Jean Shinoda Bolen.
Umfang
1 Seminar (20 UE)

Termine
22.–24.03.2019 (Fr + Sa 10–18 h, So 10–13 h)

Gebühr
325 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-24
Kunsttherapie bei Migrationsprozessen
Inhalt
In der psychosozialen Versorgung geflüchteter Menschen und Migrant*innen werden seit langem kunsttherapeutische Methoden eingesetzt. In dieser Fortbildung liegt der Fokus auf dem Migrationsprozess selbst, den man als fortgesetzten inneren Balanceakt verstehen kann zwischen der Notwendigkeit zur Bewahrung identitätsstiftender Elemente der Herkunftskultur und der Anforderung zur Aneignung kultureller Eigenheiten des Aufnahmelandes. Ungünstige äußere Bedingungen wie aufenthaltsrechtliche Unsicherheit, Verlust haltgebender sozialer Strukturen und emotionaler Bindungen, "Kulturschock", Trauer und hoher Anpassungsdruck können die individuellen Bewältigungsressourcen überfordern. Ängste und Ohnmachtsgefühle, psychosomatische Erkrankungen oder depressive Störungen beeinträchtigen die Fähigkeit zur aktiven Alltagsgestaltung und damit die Chance, sich in der fremden Kultur neu zu beheimaten.

Aktuelle Modelle der Migrations- und Identitätsforschung (u. a. Modell der sozialen Integration nach Esser, Akkulturationsmodell nach Berry, Verlaufsmodell des Migrationsprozesses nach Sluzki, Modell der Patchwork-Identität nach Keupp) werden vorgestellt. Kunsttherapeutische Übungen, die "das Eigene" und "das Fremde" miteinander in Kontakt und Austausch bringen und ressourcenorientiert auf die Stärkung von Identität und Kohärenzgefühl abzielen, werden erfahrungsorientiert vermittelt. Ebenso wird der Umgang mit besonderen Herausforderungen und der Aspekt der Selbstfürsorge im Praxisfeld der interkulturellen Kunsttherapie thematisiert, sowie auch die Bedeutung von Kultursensitivität und interkultureller Kompetenz.
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
12.–13.04.2019 und 14.–15.06.2019
(Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ingvild Scheele-Kolesch

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld



kurs 5-34
Innere-Kind-Arbeit im kunsttherapeutischen Setting
Inhalt
Es gibt vielfältige Gründe, weshalb der Kontakt zu den inneren Bedürfnissen und Emotionen abbrechen kann. In den entsprechenden Lebenssituationen sind es jedoch immer notwendige erlernte Schutz- oder Überlebensstrategien. Oftmals dominiert dann eine kognitiv geprägte Haltung die Bedürfnisse und Emotionen. Übermäßige Kontrolle, Verlustangst und Kontrollverlust, auch die gänzliche Abwesenheit von Gefühlen oder die Kompensation durch eine Suchterkrankung sind die Folge.
Mittels einer ressourcenorientierten Haltung und verschiedenen Stationen der "Inneren-Kind-Arbeit" werden in diesem Seminar Schritte aufgezeigt, wie im kunsttherapeutischen Setting der Kontakt zu den basalen Emotionen und Bedürfnissen wieder hergestellt werden kann. Der Fokus dieser Arbeit liegt auf der Durchführung imaginativer und kunsttherapeutischer Übungen. Ein Bezug zu den frühen Entwicklungsphasen, psychosomatischen Erkrankungen (wie z.B. Suchterkrankungen) und dem Einsatz in diesem Bereich wird dargestellt.

Literaturempfehlung:
Bradshaw, John: Das Kind in uns. Knaur MensSana, München 2000.
Herbold, W. u. Sachsse. U.: Das so genannte Innere Kind. Schattauer, Stuttgart 2007-2012
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termine
10.–11.05. + 07.–08.06.2019
(Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld



kurs 5-44
Land-Art als ressourcenorientierte kunsttherapeutische Methode
Inhalt
Die intensive Begegnung des Menschen mit der Natur, die Verbindung mit dem beseelten Objekt (s. D. Winnicott) und der kraftvollen Symbolik der Formen kann eine zutiefst heilende und tröstende Wirkung haben.
Den Teilnehmenden wird ein Konzept vermittelt, wie sie diesen Dialog mit der Natur anregen und lenken können, um die Patient*innen/Klient*innen mit ihren eigenen nährenden und stärkenden Ressourcen in Kontakt zu bringen.
Land-Art verbindet Erfahrung, Erkundung und Gestaltung in der Natur. Es wird allein mit den Materialien gearbeitet, die dort zu finden sind. Die Gestaltungen verbleiben danach am Fundort. Im Vordergrund steht aber nicht das Errichten eines fertigen Kunstwerkes, sondern vielmehr der Versuch, die eigene Wahrnehmung für die vielfältigen Möglichkeiten, die die Natur bietet, zu sensibilisieren: "Was sehe ich, welche Resonanz ist in mir angesprochen? Welche Materialien bieten sich an, welche Eigenschaften haben sie? Wie entdecke ich besondere und inspirierende Orte? Wie kann ich meiner Resonanz zu einem bestimmten Ort in Form einer Installation Ausdruck verleihen? Wie kann es gelingen, den Dialog zwischen Naturerleben und Gestaltung in Gang zu bringen?
Dieses Seminar bietet sowohl die Vermittlung methodischer Inhalte, die Entwicklung einer ressourcenorientierten Haltung und Reflexion praxisrelevanter Fragen zum eigenen Arbeitsfeld, als auch eigene Erfahrung mit dieser Methode in der näheren Umgebung (urbaner Naturraum/Wald).
Diese Fortbildung eignet sich für Kunsttherapeut*innen, Ergotherapeut*innen und Berater*innen in psychosomatischen, psychiatrischen und psychosozialen Arbeitskontexten.

Literaturempfehlungen: "Andy Goldsworthy", Zweitausendeins. Kari Koller: "Landart, Landschaft, Körper", AT Verlag. Marc Pouyet: "Landart in der Stadt", AT Verlag.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
23.–24.08.2019 (Fr–Sa 10–18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Uta Oesterheld-Petry

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-54
Kunsttherapeutische Beziehungsarbeit
mit Elementen aus dem LOM®
Inhalt
Im Ausdrucksmalen und dem Begleiteten Malen gibt es den Begriff des metaphorischen Blickes, mit dem die Kunsttherapeut*innen die Malenden an der Malwand begleiten. Es werden nicht illustrative oder symbolische Bilder gemalt, sondern die Malenden gehen quasi "ins Bild hinein", finden das Bild und seine Geschichte durch den Prozess des Malens. Ein auf diese Weise gemaltes Porträt, verrät dabei viel über das Alter und die Zeit, aus der es kommt.
Anhand der Bearbeitung eines eigenen Beziehungsthemas lernen die Teilnehmenden an zwei Wochenenden ganz praktisch die Möglichkeiten kennen, die das Begleitete Malen für diesen bedeutsamen Aspekt therapeutischer Arbeit bietet, ohne dass besondere künstlerische Fähigkeiten dafür notwendig sind.
Hinzu kommt, dass die Teilnehmer*innen Wege der Beziehungsklärung aus dem Lösungsorientierten Malen (LOM®) kennenlernen. Das LOM® bietet die Möglichkeit, die Beziehung zur gemalten Person weiterführend zu klären durch Rückgaben, Würdigung und Annahme dessen was ist.
Reflexion der eigenen Prozesse in der Gruppe sowie theoretische Bezüge zur Personenzentrierten Maltherapie (früher: Begleitetes Malen) sowie der  Lösungsorientierten Maltherapie vertiefen die Arbeit.

Literatur:
Bettina Egger, Urs Hartmann (2017): Personenorientierte Maltherapie: Wie der Malprozess Gedanken und Gefühle klären kann
Bettina Egger, Jörg Merz (2013): Lösungsorientierte Maltherapie: Wie Bilder Emotionen steuern
Umfang
2 Seminare (24 UE)

Termin
20.–21.09.2019 + 25.–26.10.2019
(Fr 17–20 h, Sa 10–18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Barbara Daiber

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld



kurs 5-64
Das Herz einstimmen mittels kunsttherapeutischer Methodik
Konzepte und Übungen zur Selbstfürsorge
Inhalt
Das Herz der Therapeutin / des Therapeuten sollte im Prozess mit den eigenen Klient*innen/ Patient*innen idealerweise wach und präsent sein, ein feinfühlendes Organ für das Gegenüber. Dies ist eine Voraussetzung dafür, dass Klient*innen/ Patient*innen Vertrauen zur Therapeutin/ zum Therapeuten fassen können, wodurch das Vertrauen in den eigenen therapeutischen Prozess wachsen kann. So lehren es die Erkenntnisse der Neurobiologie und der Bindungstheorien. Therapeut*innen/ Berater*innen sind aus diesem Grund immer wieder herausgefordert, das eigene Herz als inneres Instrument des Empfindens und als Resonanzraum mit den Patient*innen/ Klient*innen auszuloten und einzustimmen.
Wie kann dieses Öffnen gelingen, ohne dass das eigene Herz überfordert wird, ohne dass die Schwere mancher therapeutischer Prozesse mit in den Feierabend genommen wird?
Verschiedene Konzepte der therapeutischen Selbstfürsorge werden vorgestellt: z.B. aus der Bindungstheorie, der Neurobiologie und auch aus dem Buddhismus.
Es wird u.a. mit Imaginationen und dem gestalterischen Prozess gearbeitet. Die vorgestellten Übungen lassen sich gut in die eigene therapeutische Arbeit mit den Klient*innen/ Patient*innen übertragen.
Umfang
1 Seminar (16 UE)

Termin
27.09.–28.09.2019 (Fr–Sa 10-18 h)

Gebühr
260 €

Leitung
Ulrike Grosse

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


kurs 5-74
Kunsttherapie in der Begleitung von Trauerprozessen
(incl. Trostholz-Arbeit)
Inhalt
Trauer ist eine ganz normale Reaktion der Bewältigung nach einer erlebte schweren Erschütterung bzw. einem Verlust im Leben. Trauergeschehen kann sehr komplex sein und verschiedenen Dimensionen des Lebens gleichzeitig betreffen: die leibliche, die soziale und/oder die seelische Ebene. Und nicht bewältigte, unterdrückte Trauer kann verhindern, wieder in vollen Zügen am Leben teilzunehmen.
In der kunsttherapeutischen Begleitung von Menschen mit Trauererleben geht es darum, die Gefühle und Reaktionen erlebbar werden zu lassen, einen wertschätzenden Umgang mit dem Erlebten zu finden und letztendlich auch um die Frage, wie das Erlebte sinnstiftend in das eigene weitere Leben integriert werden kann.
Inhalte dieser Fortbildung sind: Modelle aus der Trauerbegleitung, KT in der Hospiz-Arbeit, Abschied und Trauern als bewusste Aufgabe, Abschied und Tod als Übergangsprozess, kunsttherapeutische Übungen auf dem Hintergrund einer ressourcenorientierten Grundhaltung, Selbstfürsorge für Therapeut*innen.
(Leitung: Ulrike Grosse)

An einem weiteren Tag wird die Methode der
Trost-Holz-Arbeit
anwendungsbezogen vorgestellt:
Die Idee, Stelen oder Bretter für rituelle und heilende Zwecke zu gestalten, ist uralt und in vielen Kulturen zu finden, wie beispielsweise die Totemfiguren in der afrikanischen und indianischen Tradition oder auch die Toten-Bretter aus dem süddeutschen Raum. Daraus entstanden sind in neuerer Zeit die sog. Seelenbretter (von B. Tolak), die mittlerweile im Rahmen der Hospiz-Arbeit und Trauerbegleitung einen Platz gefunden haben.
Das Trost-Holz knüpft an diese Tradition an. Die Herstellung bzw. Gestaltung dient der eigenen Situationsbewältigung und im Sinne einer aktiven Trauerbewältigung fließen Gefühle, Hoffnungen, Wünsche in die Gestaltung ein. Es kann aber auch Erinnerung und Gedenktafel für die Verstorbenen sein, ein Mittler zwischen Leben und Tod.
Für die Gestaltung eines eigenen Trost-Holzes sind die Teilnehmenden eingeladen, ein Bild/Foto oder einen Gegenstand mitzubringen, das/ der eine persönliche Bedeutung hat in Bezug auf Abschied nehmen, Verlust oder Trauer. Inhalte des Seminars: kulturhistorischer Hintergrund, theoretische und praktische Grundlagen, Materialkunde und die Anwendungsmöglichkeiten im Kontext des persönlichen Arbeitsfeldes. (Leitung: Christiane Meinfelder-Bender)
Umfang
1 Seminar (24 UE)

Termin
22.–24.11.2019 (Fr-So jeweils 10-18 h)

Gebühr
390 €

Leitung
Ulrike Grosse und Christiane Meinfelder-Bender

Veranstaltungsort
bik Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a
33602 Bielefeld


b i k - Bielefelder Institut für Kunsttherapie