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Innere-Kind-Arbeit im Kunsttherapie-Setting
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Inhalt
Es gibt vielfältige Gründe, weshalb der Kontakt zu den inneren Bedürfnissen und Emotionen
abbrechen kann. In den entsprechenden Lebenssituationen sind es jedoch immer notwendige
erlernte Schutz- oder Überlebensstrategien. Oftmals dominiert dann eine kognitiv geprägte
Haltung die Bedürfnisse und Emotionen. Übermäßige Kontrolle, Verlustangst und Kontrollverlust,
auch die gänzliche Abwesenheit von Gefühlen oder die Kompensation durch eine Suchterkrankung
sind die Folge.
Mittels einer ressourcenorientierten Haltung und verschiedenen Stationen der "Inneren-Kind-Arbeit"
werden in diesem Seminar Schritte aufgezeigt, wie im kunsttherapeutischen Setting der Kontakt
zu den basalen Emotionen und Bedürfnissen wieder hergestellt werden kann. Der Fokus dieser Arbeit
liegt auf der Durchführung imaginativer und kunsttherapeutischer Übungen. Ein Bezug zu den
frühen Entwicklungsphasen, psychosomatischen Erkrankungen (wie z.B. Suchterkrankungen) und
dem Einsatz in diesem Bereich wird dargestellt.
Literaturempfehlung:
Bradshaw, John: Das Kind in uns. Knaur MensSana, München 2000.
Herbold, W. u. Sachsse. U.: Das so genannte Innere Kind. Schattauer, Stuttgart 2007-2012
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Umfang
2 Seminare (24 UE)
Termine
19.04.–20.04.2024 und 14.06.–15.06.2024
(Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)
Gebühr
430 € (inkl. Material)
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Leitung
Ulrike Grosse
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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Selbstmitgefühl im kunsttherapeutischen Kontext
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Inhalt
Oft zeigen sich im therapeutischen Kontext oder auch im eigenen persönlichen Leben Themen wie überhöhte
Leistungsansprüche an sich selbst (auch: dysfunktionaler Perfektionismus), lähmende Selbstkritik oder
Selbstverurteilung. Diese Haltung kann in eine Minderwertigkeitsspirale und zu großer psychischer und
physischer Erschöpfung führen.
Das Konzept des Selbstmitgefühls (nach Kristin Neff) stellt hier ein wertvolles Werkzeug zur Verfügung.
Es bedeutet, eine achtsame, wohlwollende und verständnisvolle Haltung den eigenen Empfindungen und dem
Selbst gegenüber zu entwickeln.
Ein Schwerpunkt dieses Seminars liegt auf dem Aspekt der aktiven Haltung den eigenen Empfindungen gegenüber
und möchte den Seminarteilnehmer*innen konkret aufzeigen und erfahrbar machen, wie sie einerseits Selbstmitgefühl
und Mitgefühl für ihre Klient:innen im kunsttherapeutischen Setting anwenden können und sich andererseits gut
abgegrenzt fühlen.
Das Ziel der Fortbildung ist es, anhand von Theorie-Impulsen zum Thema Selbstmitgefühl einen Einblick zu vermitteln.
ieser wird unter Einbezug aktueller Grundlagenstudien - sowie auch möglicher Grenzen und Stolpersteine bei der
praktischen Arbeit mit diesem Konzept - beleuchtet.
Literaturempfehlungen:
Neff, K. (2011): „Selbstmitgefühl. Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden“
Germer, C. (2015): „Der achtsame Weg zum Selbstmitgefühl“
Brähler, C. (2015): „Selbstmitgefühl entwickeln. Liebevoller werden mit sich selbst“
Stierle, C. (2022): „Compassion Focused Therapy in der Praxis“
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Umfang
1 Seminar (16 UE)
Termine
07.06.–08.06.2024 (Fr–Sa 10–18 h)
Gebühr
285 € (inkl. Material)
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Leitung
Marie Fischer
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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LandArt als ressourcen-orientierte Kunsttherapie-Methode
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Inhalt
Die intensive Begegnung des Menschen mit der Natur, die Verbindung mit dem beseelten Objekt (s. D. Winnicott)
und der kraftvollen Symbolik der Formen kann eine zutiefst heilende und tröstende Wirkung haben.
Den Teilnehmenden wird ein Konzept vermittelt, wie sie diesen Dialog mit der Natur anregen und lenken können,
um die Patient*innen/Klient*innen mit ihren eigenen nährenden und stärkenden Ressourcen in Kontakt zu bringen.
Land-Art verbindet Erfahrung, Erkundung und Gestaltung in der Natur. Es wird allein mit den Materialien gearbeitet,
die dort zu finden sind. Die Gestaltungen verbleiben danach am Fundort. Im Vordergrund steht aber nicht das
Errichten eines fertigen Kunstwerkes, sondern vielmehr der Versuch, die eigene Wahrnehmung für die vielfältigen
Möglichkeiten, die die Natur bietet, zu sensibilisieren: "Was sehe ich, welche Resonanz ist in mir angesprochen?
Welche Materialien bieten sich an, welche Eigenschaften haben sie? Wie entdecke ich besondere und inspirierende Orte?
Wie kann ich meiner Resonanz zu einem bestimmten Ort in Form einer Installation Ausdruck verleihen? Wie kann es
gelingen, den Dialog zwischen Naturerleben und Gestaltung in Gang zu bringen?
Dieses Seminar bietet sowohl die Vermittlung methodischer Inhalte, die Entwicklung einer ressourcenorientierten
Haltung und Reflexion praxisrelevanter Fragen zum eigenen Arbeitsfeld, als auch eigene Erfahrung mit dieser Methode
in der näheren Umgebung (urbaner Naturraum/Wald).
Diese Fortbildung eignet sich für Kunsttherapeut*innen, Ergotherapeut*innen und Berater*innen in psychosomatischen,
psychiatrischen und psychosozialen Arbeitskontexten.
Literaturempfehlungen: "Andy Goldsworthy", Zweitausendeins. Kari Koller: "Landart, Landschaft, Körper",
AT Verlag. Marc Pouyet: "Landart in der Stadt", AT Verlag.
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Umfang
1 Seminar (16 UE)
Termine
30.08.–31.08.2024 (Fr–Sa 10–18 h)
Gebühr
285 € (inkl. Material)
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Leitung
Uta Oesterheld-Petry
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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Kunsttherapie (KT) im Rahmen der DBT
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Inhalt
Die Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT) ist ein therapeutisches Verfahren, welches auf Grund seiner immensen Wirksamkeit im
therapeutischen Spektrum immer mehr an Bedeutung gewinnt. Insbesondere im Bereich der Borderline-Persönlichkeitsstörung mit
stark ausgeprägter suizidaler Symptomatik erzielt die DBT enorme Erfolge.
Der kunsttherapeutische Ansatz als non-verbales und prozessorientiertes Therapieverfahren stellt eine, oftmals unbeachtete,
wichtige Ergänzung zum therapeutischen Spektrum der DBT dar. Insbesondere in Bezug auf das Skillstraining, in dem Patient*innen
Fertigkeiten erlernen, die ihnen erlauben selbstfürsorglich mit Anspannungszuständen umzugehen. In der Kunsttherapie kann das
Fertigkeitentraining auf einer neuen, weiteren Ebene vertieft werden. Somit wird die Kunsttherapie zu einer im interdisziplinären
Ansatz der DBT unverzichtbaren Therapieform.
Einen zentralen Bestandteil dieses Workshops stellt vor allem das Achtsamkeits- und Fertigkeitentraining dar. Anhand von
theoretischer Wissensvermittlung mit Bezug zur DBT werden einzelne Übungen aus dem Bereich Achtsamkeit vermittelt. Des Weiteren
wird aufgezeigt wie gezielte Skillsanwendung in der Kunsttherapie aussehen kann. Am Beispiel der einzelnen Module und dargestellter
Fallbeispiele wird ein Bezug zur kunsttherapeutischen Arbeit im Rahmen der Skillsarbeit hergestellt. Ein weiterer wesentlicher
Baustein stellt die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Team dar.
Zielgruppe:
Kunsttherapeut*innen, Pädagogische und therapeutische Mitarbeiter*innen aus Bereichen der Kinder- und Jugendpsychiatrie,
Quereinsteiger.
Literaturempfehlung: Kunsttherapie im Rahmen der DBT: Skillsatelier für Borderline-Patienten von Sarah Guddat und Maik Voelzke-Neuhaus
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Umfang
1 Seminar (16 UE)
Termine
06.09.–07.09.2024 (Fr–Sa 10–18 h
Gebühr
285 €
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Leitung
Sarah Guddat
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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Arbeit mit dem Körperbild im kunsttherapeutischen Setting
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Inhalt
Das Wahrnehmen des eigenen Körperbildes und damit auch die Selbstwahrnehmung kann vorübergehend durch Krisen,
Erkrankungen oder anderer Erschütterungen verzerrt oder verunsichert werden. Die Begegnung mit dem eigenen
Körperbild im kunsttherapeutischen Setting bietet eine konkrete sinnen- und realitätsbezogene Auseinandersetzung
- auch im Sinne des Nachreifens - mit dem im Inneren wahrgenommenen Körperempfinden, dem Körperabbild im Gegenüber
und dem schrittweisen Aneignen eines neuen, heilsamen Körperbildes (ressourcenorientierter, prozessbezogener Ansatz).
Ziel dieser Fortbildung ist es, anhand von kunsttherapeutischen Medien und Übungen einen praktischen und
theoretischen Bezug zur Körperbildarbeit zu vermitteln und die Anwendbarkeit in den jeweiligen Arbeitsfeldern zu
reflektieren.
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Umfang
1 Seminar (12 UE)
Termine
04.10.–05.10.2024 (Fr 18–21 h, Sa 10–18 h)
Gebühr
220 €
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Leitung
Ulrike Grosse
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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Die Innere Heilerin
Mit SoulCollage® ins Bilderreich der Seele
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Inhalt
„Durch spontanes Gestalten finden unbewusste Inhalte einen Ausdruck und können bewusst gemacht und
verarbeitet werden. Im Ringen um die adäquate Form sowie einem angemessenen Umgang mit dem Material erfährt das
Ich Stützung. Das Gefühl persönlicher Identität und Reifungsprozesse werden gefördert.” (Elisabeth Wellendorf,
Gründerin des IPK Hannover)
In diesem Sinne ist die Methode SoulCollage® als ein Erfahrungsfeld des zunächst nicht zielgerichteten Schöpfens zu
verstehen. Indem die Teilnehmer*innen einem angeleiteten Konzept folgen, wird die Verbindung von intuitiven Bildern mit
der Verknüpfung der Sprache (linke und rechte Gehirnhälfte) gefördert. Mittels der Spurensuche des archaischen
Ur-Erfahrungswissen (i. S. C. G. Jungs und E. Neumanns), stellt die Methode SoulCollage® eine sinnliche, nährende Erfahrung
dar. Sie beinhaltet ein inneres, sinngebendes Bezugssystem, das durch hohe Selbstwirksamkeit gekennzeichnet ist.
Aktive Imagination zum Archetyp der Inneren Heilerin führt in Resonanz zur eigenen, inneren Selbstheilungskraft (Salutogenese).
Die Fragetechnik von SoulCollage® begleitet dabei, die in dem Bild enthaltene Botschaft zu lesen und ins Bewusstsein zu
bringen und die innere Weisheit und Synchronizitäten der Karten/Collagen zu erforschen.
Das Seminar führt ein in Theorie und Praxis des SoulCollage® Prozesses, stellt die einzelnen „Dimensionen” und verschiedenen
„Lesarten” vor. Den Teilnehmenden wird ein Konzept vermittelt, Patient*innen/Klient*innen mit ihren eigenen
kreativen Ressourcen in Kontakt zu bringen.
SoulCollage® wurde in den 80er Jahren von der Amerikanerin Seena Frost (1932-2016) in den USA entwickelt. Sie war
Psychotherapeutin und Theologin und ihre Arbeit geprägt von C.G. Jung, Fritz Perls, Virginia Satir, Eric Berne und
Roberto Assagioli.
Literaturempfehlung: Seena B. Frost, SoulCollage, Kreativbilder deiner Seele. Silberschnurverlag.
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Umfang
1 Seminar (16 UE)
Termine
11.10.–12.10.2024 (Fr–Sa 10–18 h)
Gebühr
285 €
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Leitung
Ulrike Steffen
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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Kunsttherapie in der Begleitung von Trauerprozessen (inkl. Trostholz-Arbeit)
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Inhalt
Trauer ist eine ganz normale Reaktion der Bewältigung nach einer erlebte schweren Erschütterung bzw. einem Verlust
im Leben. Trauergeschehen kann sehr komplex sein und verschiedenen Dimensionen des Lebens gleichzeitig betreffen:
die leibliche, die soziale und/oder die seelische Ebene. Und nicht bewältigte, unterdrückte Trauer kann verhindern,
wieder in vollen Zügen am Leben teilzunehmen.
In der kunsttherapeutischen Begleitung von Menschen mit Trauererleben geht es darum, die Gefühle und Reaktionen erlebbar
werden zu lassen, einen wertschätzenden Umgang mit dem Erlebten zu finden und letztendlich auch um die Frage, wie das
Erlebte sinnstiftend in das eigene weitere Leben integriert werden kann.
Inhalte dieser Fortbildung sind: Modelle aus der Trauerbegleitung, KT in der Hospiz-Arbeit, Abschied und Trauern als
bewusste Aufgabe, Abschied und Tod als Übergangsprozess, kunsttherapeutische Übungen auf dem Hintergrund einer
ressourcenorientierten Grundhaltung, Selbstfürsorge für Therapeut*innen.
(Leitung: Ulrike Grosse)
An einem weiteren Tag wird die Methode der
Trost-Holz-Arbeit
anwendungsbezogen vorgestellt:
Die Idee, Stelen oder Bretter für rituelle und heilende Zwecke zu gestalten, ist uralt und in vielen Kulturen zu finden,
wie beispielsweise die Totemfiguren in der afrikanischen und indianischen Tradition oder auch die Toten-Bretter aus dem
süddeutschen Raum. Daraus entstanden sind in neuerer Zeit die sog. Seelenbretter (von B. Tolak), die mittlerweile im
Rahmen der Hospiz-Arbeit und Trauerbegleitung einen Platz gefunden haben.
Das Trost-Holz knüpft an diese Tradition an. Die Herstellung bzw. Gestaltung dient der eigenen Situationsbewältigung und
im Sinne einer aktiven Trauerbewältigung fließen Gefühle, Hoffnungen, Wünsche in die Gestaltung ein. Es kann aber auch
Erinnerung und Gedenktafel für die Verstorbenen sein, ein Mittler zwischen Leben und Tod. Für die Gestaltung eines eigenen Trost-Holzes sind die Teilnehmenden eingeladen, ein Bild/Foto oder einen Gegenstand mitzubringen, das/ der eine persönliche Bedeutung hat in Bezug auf Abschied nehmen, Verlust oder Trauer.
Inhalte des Seminars: kulturhistorischer Hintergrund, theoretische und praktische Grundlagen, Materialkunde und die
Anwendungsmöglichkeiten im Kontext des persönlichen Arbeitsfeldes.
(Leitung: Christiane Meinfelder-Bender)
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Umfang
1 Seminar (24 UE)
Termin
22.11.–24.11.2024 (Fr–Sa 10–18 h; So 10–17 h, hier verkürzte Mittagspause)
Gebühr
430 € (inkl. Material)
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Leitung
Ulrike Grosse und Christiane Meinfelder-Bender
Veranstaltungsort
bik Ulrike Grosse Nikolaus-Dürkopp-Straße 17a 33602 Bielefeld
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